Am Freitag dann schließlich haben wir den besagten Hahn dann zum Bäcker gebracht, der ihn im Ofen fertig gebraten hat, da unser Ofen so weit ich weiß nicht funktioniert. Außerdem wird generell im Mexiko jeder Ofen als weiterer Schrank für Pfannen und Töpfe benutzt... War dann wirklich ein sehr sehr leckeres Essen und durch die eisige Kälte von bestimmt gefühlten minus 15 Grad, die durch die Pappwände unseres Hauses drangen auch mit wirklicher Weihnachtsstimmung verbunden.
Außerdem haben wir noch einen weiteren mexikanischen Brauch ausgeübt. Bei einer Posada (und auch bei Kindergeburtstagen) gibt es üblicherweise eine „Pinata“, das ist ein Stern aus dicker Pappe, der mit verschiedenen Buntpapieren beklebt ist. Hinein werden durch eine kleine Öffnung Süßigkeiten gefüllt und schließlich wird der süße Stern aufgehängt.
Dann werden einem die Augen verbunden und einen Schläger in die Hand gegeben – jeder hat die Zeit auf das Konstrukt einzudreschen solange alle anderen das Kurzlied „dale dale duro“ singen. Das heißt übersetzt: Gib’s ihm, gib’s ihm dreckig!
Irgendwann reißt dann auch die letzte Pappeschicht und der Mob stürzt sich auf Lollis und Marzipanherzen – was ein Szenario. Ich war so fasziniert, dass ich ohne eine einzige Süßigkeit ausging, obwohl im voraus Geld für eine Menge davon gesammelt wurde.




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