Montag, 8. Oktober 2007

Von Tigern und Jaguaren

Hier für alle Fußballfans, ein kurzer Bericht über die erste Stadion-Erfahrung in Mexiko. Zunächst einmal Basis-Hintergrundinformationen: In Monterrey gibt es zwei Erstliga-Teams: Zum Einen die „Tigres“ und zum Anderen „Monterrey“, die auch „Rayados“ genannt werden. Für die „Tigres“ hat früher auch schon das berühmt berüchtigte „Zebra“ Namens „Kugelblitz“ eingenetzt – so weit zu den fußballerischen Verbindungen nach Deutschland. Da es hier in der Stadt sehr schwierig ist an Tickets zu kommen, wenn man auf dem Schwarzmarkt nicht sehr viel Geld bezahlen will und wir am Wochenende auch fast immer außerhalb der Stadt waren, haben wir es bisher noch nicht ins Stadion geschafft. Mein (Thomas) favorisierter Verein sind die "Rayados", von denen ich auch ein Trikot gekauft habe. Leider ist mein Fußball-coach hier, über den wir die Tickets erworben haben (nebenbei Ex-Profi) eingefleischter „Tigres-Fanático“; demzufolge war eben nur die Partie "Tigres" gegen die "Jaguares" aus Chiapas möglich. Was noch zu sagen ist, ist, dass sowohl "Tigres", als auch "Rayados" im unteren Tabellendrittel spielen und somit nicht zu den Top-Clubs gehören. Nichtsdestotrotz (was für ein wunderschönes Wort) ist komplett Monterrey sehr fanatisch und die Stadien immer gut gefüllt.

Ein weiterer Unterschied zu den meisten Clubs in Deutschland ist, dass nahezu alle Fans Trikots tragen – vergleichbar mit Schalke evtl. Hier unsere Gruppe:

oberes Bild v.l.n.r.: Gregoire (FRA), Adrian (CH), Ingrid (D), Thibaud (FRAU) – es fehlt: Thomas (D)

unteres Bild v.r.n.l.: Thomas (D), Adrian (CH), Gregoire (FRA), Thibaud (FRA), Luís (MEX), Jorge (MEX), Carlos (MEX), Angel (MEX), ... – es fehlt: Ingrid (D)


Hier noch zwei kleine Bilder des Polizeiaufgebots, das aus sehr coolen Harley-Fahrern mit Sonnenbrille und Bikerkopftuch und Hubschraubern bestand. Übrigens die einzigen Leute (außer uns) ohne Trikot – wird wohl Vorschrift sein. Insgesamt aber ein kleines Aufgebot, was man sehr schätzen muss.


Auch anders ist, dass das Stadion nach oben hin offen ist, was der Aussicht, nicht aber der Lautstärke der Stimmung dient. Die ist jedoch sehr anders als in Deutschland oder UK z.B. Der Fanblock hat ununterblochen gesungen, ohne Luft zu holen, ohne das Tor mit weiteren Schlachtrufen zu feiern, genauso wie beim Gegentor. 90-minütiges Konzert, mit 15 Minuten Pause, bei der es eine Arsch-bolz-Einlage von einer kompletten Jugendmannschaft bei einem Catcher gab – etwas seltsam. Unterm Strich steht eine gute Performance für alle Dieter-Bohlen-Fans, Günter Netzer würde aber zur Kritik ausholen.

Hier noch ein Paar Eindrücke aus einem lauen 1:1 Unentschieden.


Vamos, vamos Tigres – esta noche tenemos que ganar... Naja fast!

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