Montag, 8. Oktober 2007

Cerro de la Silla

Subimos el pinche Cerro de la Silla wei!!!


Gestern sind wir auf den höchsten Punkt, der Pico Norte, des Cerro de la Silla gestiegen (Bild: links - Pico Antenas, mitte - Pico Norte, rechts - Pico Sur, ganz rechts - Pico la Virgen).
Der reguläre Turi-Weg führt zum Pico Antenas, doch Papa Abraham hat seine sieben Söhne durch den Dschungel auf den Pico Norte geführt. Zuerst folgten wir einem schmalen Trampelpfad hoch und runter um den Berg des Pico Antenas herum um zum Anstieg auf den höchsten Punkt zu gelangen. Der Weg war ein wirklich schmaler Klettersteig durchs Gestrüpp. Anscheinend ist das der am schwersten zu besteigende Berg rund um Monterrey. Und wir sind alle sehhhr stolz dass wir es geschafft haben von 600m auf 1820m anzusteigen!


Leider hing oben eine dicke weisse Wolke so dass wir überhaupt nichts von der spektakulären Aussicht gesehen haben, aber mal in einer Wolke zu sein war auch nicht schlecht:-)

Die Fotos mit Aussicht sind auf ca. 1000m von einer Plattform der Seilbahn, die 1962 bei der Testfahrt abgestürzt ist, und heute nur noch als Aussichtspunkt genutzt wird.


Von Tigern und Jaguaren

Hier für alle Fußballfans, ein kurzer Bericht über die erste Stadion-Erfahrung in Mexiko. Zunächst einmal Basis-Hintergrundinformationen: In Monterrey gibt es zwei Erstliga-Teams: Zum Einen die „Tigres“ und zum Anderen „Monterrey“, die auch „Rayados“ genannt werden. Für die „Tigres“ hat früher auch schon das berühmt berüchtigte „Zebra“ Namens „Kugelblitz“ eingenetzt – so weit zu den fußballerischen Verbindungen nach Deutschland. Da es hier in der Stadt sehr schwierig ist an Tickets zu kommen, wenn man auf dem Schwarzmarkt nicht sehr viel Geld bezahlen will und wir am Wochenende auch fast immer außerhalb der Stadt waren, haben wir es bisher noch nicht ins Stadion geschafft. Mein (Thomas) favorisierter Verein sind die "Rayados", von denen ich auch ein Trikot gekauft habe. Leider ist mein Fußball-coach hier, über den wir die Tickets erworben haben (nebenbei Ex-Profi) eingefleischter „Tigres-Fanático“; demzufolge war eben nur die Partie "Tigres" gegen die "Jaguares" aus Chiapas möglich. Was noch zu sagen ist, ist, dass sowohl "Tigres", als auch "Rayados" im unteren Tabellendrittel spielen und somit nicht zu den Top-Clubs gehören. Nichtsdestotrotz (was für ein wunderschönes Wort) ist komplett Monterrey sehr fanatisch und die Stadien immer gut gefüllt.

Ein weiterer Unterschied zu den meisten Clubs in Deutschland ist, dass nahezu alle Fans Trikots tragen – vergleichbar mit Schalke evtl. Hier unsere Gruppe:

oberes Bild v.l.n.r.: Gregoire (FRA), Adrian (CH), Ingrid (D), Thibaud (FRAU) – es fehlt: Thomas (D)

unteres Bild v.r.n.l.: Thomas (D), Adrian (CH), Gregoire (FRA), Thibaud (FRA), Luís (MEX), Jorge (MEX), Carlos (MEX), Angel (MEX), ... – es fehlt: Ingrid (D)


Hier noch zwei kleine Bilder des Polizeiaufgebots, das aus sehr coolen Harley-Fahrern mit Sonnenbrille und Bikerkopftuch und Hubschraubern bestand. Übrigens die einzigen Leute (außer uns) ohne Trikot – wird wohl Vorschrift sein. Insgesamt aber ein kleines Aufgebot, was man sehr schätzen muss.


Auch anders ist, dass das Stadion nach oben hin offen ist, was der Aussicht, nicht aber der Lautstärke der Stimmung dient. Die ist jedoch sehr anders als in Deutschland oder UK z.B. Der Fanblock hat ununterblochen gesungen, ohne Luft zu holen, ohne das Tor mit weiteren Schlachtrufen zu feiern, genauso wie beim Gegentor. 90-minütiges Konzert, mit 15 Minuten Pause, bei der es eine Arsch-bolz-Einlage von einer kompletten Jugendmannschaft bei einem Catcher gab – etwas seltsam. Unterm Strich steht eine gute Performance für alle Dieter-Bohlen-Fans, Günter Netzer würde aber zur Kritik ausholen.

Hier noch ein Paar Eindrücke aus einem lauen 1:1 Unentschieden.


Vamos, vamos Tigres – esta noche tenemos que ganar... Naja fast!

Samstag, 6. Oktober 2007

Der Correcamino von Cuatro Cienegas

Miep, miep...



Und weg war er! Aber ich hab ihn gesehen! Der Coyote dagegen muss wohl ne ganze Stunde hinterhergehinkt sein, als der ankam waren wir schon wieder weg… Aus der wirklich faszinierenden, strahlend weißen Gips-Wüste von Cuatro Cienegas.


Zwei Tage haben wir an den Lagunen in der größten Wüste Nordamerikas (Desierto de Chihuahua) gechillt und uns von unserem Trip nach Matacanes erholt. Das Ökosystem mit einzigartiger Fauna und Flora konnten wir schon am Samstagnachmittag an der Poza de la Becerra bewundern, an der wir gezeltet haben. Das Wasser in der Lagune hat ca. 32°, was bei ca. gleicher Außentemperatur, eher weniger erfrischend war. Mit unseren brandneuen an der Tanke gekauften Taucherbrillen haben wir dann trotzdem die Unterwasserwelt erkundet und festgestellt, dass die Lagune zwar einen Abfluss aber keinen Zufluss hat. Das warme Wasser sprudelt aus Spalten und kuriosen Löchern im Boden, die man irgendwo bei Raumschiff Enterprise in den 70ern schon mal gesehen hat.

Die bekannteste Lagune, die Poza Azul, durften wir am Sonntag dagegen nur von außen bewundern. Trotzdem auch sehr faszinierend: Ein grüner Tümpel mit einem strahlend blauen Kreis in der Mitte, der schon jahrelang von Forschern untersucht wird. Die Poza Azul ist übrigens auch der einzige Ort an dem die „tortuga bisagra“ (wörtlich übersetzt: Scharnierschildkröte) lebt, genauso wie einige Fische und andere einzigartige Tiere.

Zum Schluss haben wir, eine Gruppe aus 9 Studenten, uns dann doch noch durchsetzen können, in der etwas unorganisierten Reise der Uni im erfrischenden Río Mezquites baden zu gehen. Das tat den Herzen der Seekinder gut :-) Endlich mal wieder ins kalte Nass!

Montag, 1. Oktober 2007

Potrero Chico

... das Paradies für Kletterfreaks! Laut Lonely Planet ein Muss für jeden Kletterer und einer der zehn weltbesten Plätze um klettern zu lernen. Und genau das haben wir mit unserem Kletterkurs letzten Samstag und Sonntag auch gemacht.


Mit Aussicht auf die beeindruckenden spitzen Felsformationen aus Sandstein sind wir die verschiedensten Routen geklettert von ganz leicht bis wirklich schwierig.

Dazwischen hat Papa Miltón uns natürlich lecker
Essen zubereitet um uns zu stärken:-)

Abends gab's dann ein richtig mexikanisches BBQ mit "Salsa a la tres cervezas", Freibier und Miltón's Feuershow bei Vollmond, bevor wir friedlich in den Zelten schlummerten um am nächsten Tag wieder fit für neue Klettererlebnisse zu sein.