Casa de los 12
Ja so wird es meistens genannt unser gemütliches zuhause. Manchmal aber auch ‘Casa Azul’, da es von einer blauen Mauer umgeben ist, oder ‘Casa de las Fiestas’, was sich von selbst versteht. Es befindet sich in San Pedro Garza García, der reichsten Stadt in ganz Mexiko. Doch in Los Sauces (unsere Colonia) spürt man nichts davon. Ich würde es hier eher als unteren Mittelstand in einer gemütlichen Nachbarschaft im mexikanischen Baustil beschreiben. Zudem wohnt hier die halbe internationale und mexikanische Austausch- studentschaft. So kennt jeder irgendwie jeden und jeder fühlt sich überall zuhause. Besonders die Franzosen und Französinnen, die sich typischerweise immer wieder in größeren Horden zusammenrotten. Und mit uns wohnen gleich vier davon.
unten: Gilberto [México], Vincent [Holanda], Irvin [México], Thomas [Alemania], Thibaud [Francia]
Unser Zimmer befindet sich im zweiten Stock, neben dem Zimmer von Thibaud und Irvin. So haben wir die Terrasse mit dem wunderschönen Ausblick auf die Berge ringsherum so gut wie für uns alleine. Doch sind diese nicht so einfach zu erreichen wie es scheint und hier in der Riesenstadt ist man ohne Auto schon ein bisschen aufgeschmissen. Und mir persönlich fehlt einfach ein grünes Fleckchen in der Nähe an dem man sich von der turbulenten, lauten und stressigen Stadt erholen kann.
Morgendlicher Blick auf die Strasse von unserer Terrasse in:
Las Palmas # 715
Esquina Los Rayones
Col. Los Sauces
66237 San Pedro Garza García, Nuevo León
México
Casa de los 14 Cojones
Das Haus das man direkt nach dem Casa de los 12 kennen muss. Es befindet sich schräg gegenüber von uns und es wohnen dort sieben Jungs. Deshalb auch der Name. Casa de los 3 Terrazas war dann doch zu langweilig, obwohl die drei Terrassen wirklich ein ausschlaggebendes Merkmal des Hauses sind, vor allem die Riesenterrasse ganz oben, auf der auch schon einige Feste gefeiert worden sind.
Bei der Einweihungsparty sind dann sogar vier Polizeiwagen mit Käfig hinten drauf vorgefahren und haben die Party beendet. Aber nicht dass dann alle Leute einfach gehen konnten – nein! – wir mussten warten bis die Polizei weg war, da sie einen beim Verlassen des Hauses sonst einfach für ne Nacht mit in den Knast nehmen. Hier darf man weder auf der Strasse trinken noch betrunken nach hause laufen. Einer der sieben Jungs hatte in dieser Nacht das Vergnügen in der Ausnüchterungszelle, obwohl er nicht mal richtig betrunken war und der Polizei eigentlich nur mitteilen wollte, dass die Party beendet wird.
Andale, Andale
Der gute Laden direkt neben uns, geführt von der von uns so getauften Familie Andale, die sämtliche Gruß- und Verabschiedungsworte durch andale andale ersetzt. Dort erhält man so einiges was der Student so braucht. Zum Beispiel Bier oder Caguamón (1,4 Liter Bierflasche), oder tausende verschiedene Sorten von Minichips- oder Nachopackungen. Ich glaube die Mexikaner essen das Zeug noch mehr als die Engländer.
Los Picosos
Ein wirklich leckerer Tacoladen gleich um die Ecke. Schon einige Tacos haben wir dort verzehrt, da es wahrscheinlich billiger ist dort zu essen als selber zu kochen. Manchmal ist es aber einfach auch nicht möglich in unserer Küche noch zu kochen, da nicht alle Mitbewohner wissen wie man spült. Zum Glück haben wir Susi, die zwei mal in der Woche den Saustall wegräumt und das Haus putzt. Ein Hausmädchen zur Hilfe zu haben ist hier ganz normal. Generell essen die Mexikaner hier mehr außer Haus. Tacos, Enchiladas, Gorditos, Burritos und Elote gibt es auf jeden Fall an jeder Ecke. Oft sind die Essensstände auch ganz versteckt oder es wird im Haus gekocht und nur durch ein kleines Fenster verkauft.


1 Kommentar:
Hola Mexico,
schön ab und an in eurem Blog zu stöbern.
Mein bisheriger Neid weicht so langsam der Vorfreude auf die eigene Reise nach Südamerika (ab 11. Okt.) mit Benjamin. (keine W-Reise)!
Was macht ihr den an Weihnachten? Wollt ihr evtl. etwas in Süden kommen?
Könnt ihr euch ja mal überlegen.
Liebe Grüsse vom See,
Nico D
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